
Rückverlagerung

Sichern Sie Ihre Produktions- und Lieferketten durch die Rückverlagerung Ihrer Produktionsstätten
Unser spezialisiertes Team begleitet öffentliche und private Entscheidungsträger bei Rückverlagerungsprojekten – von der Neugestaltung der Beschaffungsstrategien bis zur Unterstützung von Maßnahmen zur Förderung der wirtschaftlichen Attraktivität eines Standorts.
Herausforderungen im Zusammenhang mit der Rückverlagerung
Es gibt zahlreiche Herausforderungen im Zusammenhang mit der Rückverlagerung von Betrieben, die typisch für verschiedene Sektoren sind. Die größten Herausforderungen sind:
- Industrielle und strategische Autonomie durch die Kontrolle der Lieferketten und die Verringerung von Lieferverzögerungen
- Errichtung oder Ausbau von Produktionsstätten und damit verbundene Auswirkungen auf die Wirtschaft
- Minimierung der Umweltauswirkungen, die mit dem Umfang der Lieferketten und dem damit verbundenen Transport einhergehen
Rückverlagerungen der Produktion in das Herkunftsland ermöglichen es den Unternehmen, die gesamte Produktionskette zu kontrollieren und gleichzeitig die Unwägbarkeiten der Lieferketten besser zu überwachen. Außerdem können sie so Kosten für den Transport und Verzögerungen begrenzen und gleichzeitig von Arbeitskräften profitieren, die im Allgemeinen besser ausgebildet und qualifiziert sind. Eine der Säulen des Plans „France Relance“ der französischen Regierung ist das Reshoring von Teilen der Pharmaindustrie. Dies begünstigte die Entscheidung des Pharmaunternehmens Sequens, eine neue Anlage für die Produktion von Paracetamol im französischen Departement Isère zu errichten.
Weitere Auswirkungen der Politik in Bezug auf Rückverlagerungen werden durch die Ergebnisse in Frankreich deutlich demonstriert: Im Jahr 2021 haben mehr als 90 Unternehmen ihren Standort nach Frankreich zurückverlagert, im Vergleich zu etwa rund 10 Unternehmen vor der Umsetzung des Programms „France Relance“. Durch das Programm wurden die kritischen Sektoren identifiziert, zu denen Gesundheit, Landwirtschaft, Energie und Verteidigung gehören. Das Ziel ist es, dass Frankreich in diesen Bereichen die eigene Produktion kontrollieren und die Abhängigkeit von anderen Ländern zur Deckung seines Bedarfs vermeiden kann. Es handelt sich also um eine echte Chance für Unternehmen und die betroffenen Regionen.
Welche Strategie sollte ich verfolgen, um meine Aktivitäten zurückzuverlagern? Wo und wie sollten wir beginnen, das Risiko beim Reshoring zu verringern? Wie können wir neue Partner finden? Was sind die Auswirkungen auf mein Unternehmen? Welche öffentlichen Mittel stehen für meine Rückverlagerung zur Verfügung? Welche strategischen Bereiche sollten wir zuerst in Angriff nehmen? Welche Hebel können in Bewegung gesetzt werden, um die Rückverlagerungen zu fördern? Welche Kompetenzen und Schulungen benötigen wir?
Rückverlagerungen von Aktivitäten sind häufig gleichbedeutend mit der Errichtung neuer Anlagen für die Produktion, der Schaffung von Arbeitsplätzen vor Ort und den daraus resultierenden Auswirkungen auf die Wirtschaft der betreffenden Region.
Die Herausforderung für diese Regionen besteht daher darin, eine „Attraktivitätsstrategie“ zu entwickeln, um die Ansiedlung neuer Unternehmen und das Reshoring von Aktivitäten in ihre Region zu fördern. Dies kann durch die Förderung von Interaktionen innerhalb des lokalen Ökosystems (Universitäten, Forschung, Partner, Zulieferer usw.), die Bereitstellung hochwertiger Infrastrukturen und Ausrüstungen und die Nutzung des lokalen Know-hows geschehen.
Ein Beispiel dafür ist die Entstehung des „Battery Valley“ in Frankreich, welches den Bau von drei „Giga-Fabriken“ in der Region beinhaltet. Diese Investitionen in Milliardenhöhe gehen mit der Schaffung von Zehntausenden von Arbeitsplätzen einher. In enger Zusammenarbeit mit öffentlichen und privaten Akteuren identifizieren wir solche Großprojekte und deren Potenzial. Dabei analysieren wir sowohl vor- als auch nachgelagerte Komponenten der Wertschöpfungskette und prognostizieren die Wertschöpfung.
Wie können wir unsere Strategie zur Entwicklung der Wirtschaft gestalten, um die Ansiedlung neuer Unternehmen in der Region zu fördern? Welcher Schwerpunkt sollte auf Ausbildung und Qualifizierung gelegt werden, um die Attraktivität der Region zu erhöhen? Welche industriellen Großprojekte könnten zur Schaffung neuer Märkte und Bedürfnisse führen?
Rückverlagerungen sind auch eine Möglichkeit für ein Unternehmen, seine Umweltauswirkungen zu minimieren, indem es die Länge seiner Produktions- und Lieferketten und die damit verbundenen CO2-Emissionen verringert. In diesem Sinne ist eine Rückverlagerung von Aktivitäten einer der größten Hebel für den ökologischen Wandel. Daher hat die „Banque de Territoires“, eine regionale Bank in Frankreich, das Programm „Industrial Territories“ ins Leben gerufen. Dieses Programm zielt darauf ab, Gebiete zu unterstützen und zu finanzieren, in denen Unternehmen sich ansiedeln. Es umfasst Investitionen in Infrastruktur und Gewerbeimmobilien (digitale Netze und Verkehrsnetze, Sanierung von Industriebrachen und die Schaffung „schlüsselfertiger“ Standorte).
Wir sind uns bewusst, dass eine genaue Analyse der Industriesektoren einer Region oft zur Identifikation von Herausforderungen im Zusammenhang mit der Wiederverwertung von Nebenprodukten oder Abfällen bestimmter Industriezweige in anderen Wertschöpfungsketten führt.
Wie fügt sich die Rückverlagerung meiner Tätigkeiten in meinen Plan zur Verringerung der Kohlenstoffemissionen ein? Welche Instrumente gibt es für die Umsetzung und die Überwachung? Welche Leistungsindikatoren können verwendet werden? Welche Instrumente sollten den industriellen Akteuren zur Verfügung gestellt werden, um ihnen zu helfen, mögliche Strategien und ihre Auswirkungen auf die Kohlenstoffreduzierung zu visualisieren?
Wie wir Sie bei Ihren Projekten zur Rückverlagerung begleiten
Alcimed begleitet seine öffentlichen und privaten Kunden bei einer Vielzahl von Fragen im Zusammenhang mit Standortrückverlagerungen, insbesondere bei der Festlegung von Strategien für die Lieferketten oder der Förderung regionaler Wirtschaftsansiedlungsmaßnahmen. Wir führen Studien über die Möglichkeiten durch, indem wir die Industriezweige analysieren und die Vorzüge einer Region in Bezug auf Infrastruktur, Ausstattung und Know-how ermitteln. Seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie ist unser Team besonders engagiert, um unsere Kunden bei nationalen Plänen zur Förderung von Produktionsrückverlagerungen und zur Stärkung der lokalen Wirtschaft zu begleiten, insbesondere durch Projektausschreibungen.
Die Vielfalt unserer Kunden (industrielle Akteure, Start-ups und innovative KMUs, öffentliche Akteure im Bereich der wirtschaftlichen Entwicklung usw.), der geografischen Räume, die wir erforschen und der Arten von Projekten, die wir durchführen, verschafft uns ein umfassendes und tiefgehendes Verständnis der Herausforderungen, die mit der Rückverlagerung verbunden sind, sowohl in Bezug auf Akteure der Industrie als auch auf öffentliche Akteure.
Beispiele aktueller Projekte zur Rückverlagerung, die wir für unsere Kunden durchgeführt haben
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Weiterführende Informationen
Alcimed wurde 1993 gegründet und ist ein Beratungsunternehmen für Innovation und die Erschließung neuer Märkte, das sich auf innovative Sektoren spezialisiert hat: Life Sciences (Gesundheitswesen, Biotechnologie, Agrarwirtschaft und Ernährungswirtschaft), Energie, Umwelt, Mobilität, Chemie, Werkstoffe, Kosmetik, Luft- und Raumfahrt und Verteidigung.
Unsere Berufung? Wir begleiten private und öffentliche Entscheidungsträger bei der Erkundung und Entwicklung ihrer unerforschten Gebiete: neue Technologien, neue Angebote, neue geografische Räume, Zukunftsperspektiven und neue Innovationswege.
Unser Team besteht aus 220 hochqualifizierten, multikulturellen und leidenschaftlichen Entdeckern, die in acht Büros weltweit (in Frankreich, Europa, Singapur und den Vereinigten Staaten) tätig sind und eine duale Expertise aus Wissenschaft/Technologie und Wirtschaft mitbringen.
Unser Traum? Ein Team von 1.000 Entdeckern aufzubauen, um gemeinsam mit unseren Kunden die Welt von morgen zu gestalten.
Alcimed führt Beratungsprojekte in verschiedenen Bereichen und zu Themen durch, die so vielfältig sind wie die unerforschten Gebiete unserer Kunden! Unsere Projekte und die von uns entwickelten methodischen Ansätze basieren auf dem spezifischen Bedarf und den Rahmenbedingungen unserer Kunden. So begleiten wir unsere Kunden beispielsweise bei der Festlegung ihrer F&E- oder Innovationsstrategie, bei der Analyse ihrer Zielmärkte, bei der Identifizierung und Erkundung neuer Möglichkeiten, bei der Erforschung innovativer Technologien, bei der Festlegung ihrer Vertriebs- und Marketingstrategien, bei der Integration von CSR oder Data Science in ihre Praktiken oder bei der Vorstellung der zukünftigen Entwicklung ihrer Aktivitäten.
Unsere Teams gehen stets mit einem flexiblen, anpassungsfähigen Ansatz vor, der keine methodischen Vorannahmen enthält. Wir haben uns dafür entschieden, uns nicht auf vorher festgelegte Methoden zu verlassen. Unsere Consultants gehen immer vom Kontext und den spezifischen Fragen unserer Kunden aus und überlegen, wie sie darauf am besten klare Antworten geben können. Es gibt also keine Copy-and-Paste-Methoden bei uns.
Neben der Internet- und Literaturrecherche im weitesten Sinne sowie der Analyse großer interner oder externer Datenquellen mit Hilfe von Data Science sprechen unsere Consultants direkt mit den wichtigsten Akteuren: Das können Kunden, Lieferanten, Partner, Experten, Meinungsführer oder sogar Endkunden oder Patienten sein… und wir hinterfragen ihre Sichtweise. Diese Recherchearbeit ermöglicht es uns, uns an der Schnittstelle zwischen den Standpunkten der verschiedenen Akteure eine klare Meinung zu bilden und Empfehlungen zu erarbeiten, die unseren Kunden bei der Entscheidungsfindung helfen.
Um den Begriff der Rückverlagerung (engl.: reshoring) von Betrieben zu verstehen, muss man den Prozess der Auslagerung und Verlagerung von Wirtschaftstätigkeiten, Kapital und Arbeitsplätzen ins Ausland verstehen. Diese Verlagerung konzentrierte sich in den 1980er Jahren auf Länder mit niedrigen Arbeitskosten wie beispielsweise China oder Indien. Rückverlagerung ist also das Phänomen, bei dem die zuvor ausgelagerten Bereiche der Produktion in ihr Herkunftsland, zum Beispiel Deutschland oder die USA, zurückgebracht werden.
Auch wenn diese Bewegung heute noch nicht sehr ausgeprägt ist, so ist sie doch seit Anfang der 2000er Jahre im Gange. Besonders seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie hat der Ruf nach Rückverlagerungen nach Deutschland und Europa an Zustimmung gewonnen, da es im Ausland zu Störungen in den Lieferketten gekommen ist, die beispielsweise zu Engpässen bei Paracetamol oder Atemschutzmasken geführt haben.
Heutzutage sind mehrere strategische Sektoren besonders von Lieferengpässen betroffen, darunter das Gesundheitswesen, die Elektronikindustrie, das verarbeitende Gewerbe, die Agrar- und Ernährungswirtschaft und der Energiesektor.
Eine der großen Herausforderungen des „France-2030-Plans“ besteht darin, die Produktion von mindestens 20 biomedizinischen Produkten in Frankreich zu gewährleisten, insbesondere für Krebs und chronische Krankheiten, und die Entwicklung der Medizinprodukte von morgen zu ermöglichen. Dazu wurden Strategien entwickelt, wie zum Beispiel die Strategie „Biotherapien und Bioproduktion von innovativen Therapien“.
Darüber hinaus gibt es Projektaufrufe zur Unterstützung der akademischen Forschung im Bereich der industriellen Produktion, des Technologietransfers und der Umsetzung von Scale-up-Phasen – insbesondere für Projekte zur Entwicklung neuer Bioproduktionsverfahren oder zur Optimierung bestehender Bioproduktionstechnologien. Es laufen derzeit noch Projektausschreibungen wie „Industrialisierung und Gesundheitskapazitäten 2030“ und „Première Usine“ (dt.: Erste Fabrik).