
Frauengesundheit

Treiben Sie Forschung, Innovation und den Zugang zu qualitativ hochwertigen Behandlungen für Frauen voran
Unser spezialisiertes Team begleitet Akteure im Gesundheitswesen dabei, den Bereich der Frauengesundheit zu erkunden. Wir begleite unsere Kunden bei Innovationsprojekten, die darauf abzielen, frauenspezifische Erkrankungen, ihre Ursachen, Behandlungsmöglichkeiten und Behandlungspfade zu verstehen.
Herausforderungen im Zusammenhang mit der Frauengesundheit
Wie die WHO hervorhebt, haben Geschlecht und Gender einen erheblichen Einfluss auf das gesundheitliche Wohlergehen und den Zugang zur Gesundheitsversorgung. Leider sind Frauen in verschiedenen Gesellschaften auf der ganzen Welt mit Ungleichheiten beim Zugang zur Gesundheitsversorgung konfrontiert. Dies ist größtenteils auf fehlendes Wissen, fehlende Therapie- oder Versorgungspfade, die geschlechtsspezifische Unterschiede in der Gesundheitsversorgung berücksichtigen, und/oder auf soziokulturelle Faktoren zurückzuführen (z. B. Ungleichheiten zwischen Frauen und Männern oder die ausschließliche Konzentration auf die reproduktive Rolle der Frau).
Es ist daher notwendig, geschlechtsspezifische Aspekte in Gesundheit und Medizin zu integrieren, um Frauen besser behandeln und unterstützen zu können und gesundheitliche Ungleichheiten zu bekämpfen. Der Bericht „Geschlecht, Gender und Gesundheit“, der von der französischen Gesundheitsbehörde im Jahr 2020 veröffentlicht wurde, ruft zu einer kollektiven Auseinandersetzung mit diesem Thema auf.
Die Entwicklung geht in die richtige Richtung, denn das Interesse an der Frauengesundheit hat in letzter Zeit zugenommen: Bewegungen zur freien Meinungsäußerung und zur Abschaffung von Tabus, zur Stärkung der Position von Fachleuten in diesem Bereich und zur Entwicklung zahlreicher Innovationen dank des Wachstums des FemTech-Marktes (Kombination von „Female“ und „Technology“; ein Markt für Technologien und innovative Lösungen, die dem gesundheitlichen Wohlergehen von Frauen gewidmet sind).
Es müssen weiterhin Pflege- und Behandlungsmethoden entwickelt werden, die den frauenspezifischen Bedürfnissen gerecht werden und ihre Unterstützung weltweit verbessern, um die mit dem Geschlecht verbundenen gesundheitlichen Ungleichheiten zu verringern.
In diesem Zusammenhang stehen private Akteure (Industrie, Biotech-Unternehmen, Start-ups) und öffentliche Akteure (Forschungszentren, Krankenhäuser) vor zahlreichen Herausforderungen, darunter:
Derzeit fließen nur 4 % der F&E-Investitionen in der biopharmazeutischen Industrie in frauenspezifische Gesundheitsbedürfnisse. Daher ist es wichtig, die Forschung zu beschleunigen:
- Grundlagenforschung zum besseren Verständnis der weiblichen Physiologie und frauenspezifischer Gesundheitsthemen (z. B. Beschwerden im Zusammenhang mit der Menstruation und den Wechseljahren) sowie zur Gewinnung geschlechtsspezifischer Daten zur Verbesserung der Medizin und der Versorgungswege für Frauen
- Klinische Forschung zur Entwicklung neuer Behandlungen, insbesondere in Bezug auf derzeit unbehandelte (oder kaum behandelte) Krankheiten wie Endometriose, hormonelle Störungen oder postreproduktive Gesundheit
- Bei nicht geschlechtsspezifischen Krankheiten würde eine ausgewogene Verteilung der Geschlechter in klinischen Studien den frauenspezifischen Gesundheitsbedürfnissen besser Rechnung tragen
Welches Wissen kann durch ein besseres Verständnis der Physiologie von Frauen und der geschlechtsspezifischen Medizin gewonnen werden? Welche frauenspezifischen Bedürfnisse sollten besser abgedeckt werden? Welche neuen Behandlungen und Innovationen sollten für die Gesundheit von Frauen entwickelt werden?
Öffentliche und private Akteure haben zahlreiche Anstrengungen unternommen, um die weibliche Gesundheit in den Vordergrund zu rücken, die Öffentlichkeit zu sensibilisieren und aufzuklären und Beschäftigte in Gesundheitsberufen zu schulen, damit sie frauenspezifische Gesundheitsprobleme besser erkennen und Diagnoseverzögerungen abbauen können.
Zwei Beispiele:
- Bei der Endometriose, der häufigsten Ursache für Unfruchtbarkeit in Frankreich, dauert es im Durchschnitt sieben Jahre, bis sie diagnostiziert wird, was zum Teil auf die Verharmlosung der Schmerzen, die Tabuisierung der Menstruation und den allgemeinen Mangel an Wissen und Bewusstsein über diese Krankheit zurückzuführen ist. Frankreich hat zwar mit einer nationalen Strategie zur Bekämpfung der Endometriose Maßnahmen ergriffen, aber andere frauenspezifische Krankheiten (wie das Syndrom der polyzystischen Ovarien und das prämenstruelle Syndrom) müssen noch adressiert werden.
- Screening und Überwachung des Risikos von Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei Frauen sind unzureichend: 42 % der weiblichen Bevölkerung unterziehen sich keiner Herzuntersuchung, obwohl Herz-Kreislauf-Erkrankungen die häufigste Todesursache bei Frauen sind. Tatsächlich kennen 8 von 10 Frauen die Anzeichen eines Herzinfarkts bei Frauen nicht, die sich von denen bei Männern unterscheiden.
Welche Themenbereiche der Frauengesundheit werden schlecht erkannt und diagnostiziert? Wie können wir Fehldiagnosen reduzieren? Wie können wir das richtige Niveau der therapeutischen Ausbildung fördern?
Die Gesundheitsfürsorge für Frauen muss umfassender und multidisziplinär sein, mit einer Koordinierung zwischen Gynäkologen, Allgemeinärzten, Hebammen, Spezialisten im Bereich Fruchtbarkeit, Fachinstituten und anderen Gesundheitsfachleuten.
Die Rolle der Hebammen könnte sich beispielsweise weiterentwickeln und nicht nur die Schwangerschaft, sondern auch die gynäkologischen Untersuchungen der Frauen betreffen. Denn bisher nimmt nur jede zweite Frau die von den Gesundheitsbehörden empfohlenen gynäkologischen Untersuchungen in Anspruch. Darüber hinaus ist es notwendig, dass die beteiligten Fachkräfte des Gesundheitswesens geschlechtsspezifische Besonderheiten bei ihrer Betreuung berücksichtigen (Verständnis biologischer Unterschiede wie z. B. Symptome, Bekämpfung von Geschlechterstereotypen und geschlechtsbedingten sozialen Ungleichheiten usw.) und die emotionale Situation ihrer Patientinnen verstehen.
Welche Bedürfnisse werden im Bereich der Frauengesundheit derzeit nicht oder nur unzureichend berücksichtigt? Bei welchen Aspekten könnten Patientinnen und Beschäftigte im Gesundheitswesen besser unterstützt werden?
Der WHAM-Bericht 2020 schätzt, dass in den USA mit jeden 350 Millionen Dollar, welche in die Frauengesundheitsforschung investiert würden, 14 Milliarden Dollar eingespart werden könnten. Dies betreffe insbesondere die Erforschung von Alzheimer, koronarer Herzkrankheiten und rheumatoider Arthritis. Das ist nur eine von vielen verfügbaren Zahlen, die zeigen, dass Forschungsinvestitionen in die Gesundheit von Frauen auch der Gesellschaft insgesamt zugutekommen würden!
Lassen Sie uns mit FemTech einige neue Lösungen aufzeigen, die auf die frauenspezifischen Gesundheitsbedürfnisse abzielen. Zu den wichtigsten Beispielen gehören disruptive Start-ups wie Clue, das Frauen bei der Überwachung ihres Menstruationszyklus hilft, Apricity, eine virtuelle Fruchtbarkeitsklinik, oder Elvie, ein vernetztes medizinisches Gerät zur Dammwiederherstellung. Die Akteure des privaten und öffentlichen Gesundheitswesens müssen daher die Innovation unterstützen, Partnerschaften aufbauen und zum Wachstum und zur Entwicklung dieser neuen Lösungen beitragen. Es existieren immer noch Herausforderungen, die in diesem Markt angegangen werden müssen: Nicht alle FemTech-Segmente verfügen die gleiche Sichtbarkeit oder Finanzierung. So genießen beispielsweise Mutterschaft und Fruchtbarkeit eine größere Aufmerksamkeit als Menopause und Menstruation. Letztere werden durch bestehende Tabus und mangelndes Wissen, insbesondere bei Investoren, eingeschränkt.
Was werden die Innovationen von morgen im Bereich FemTech sein? Wie können wir sie unterstützen?
Gesellschaftliche Barrieren erschweren den Zugang von Frauen zu einer guten Gesundheitsversorgung:
- bestehende Tabus in Bezug auf Menstruation, Wechseljahre und sexuelle Gesundheit
- Geschlechterstereotypen, die z. B. die Unterdiagnose von Autismus-Spektrum-Störungen bei Mädchen und Frauen aufgrund sozialer Konstruktionen in Bezug auf „Schüchternheit“ und „soziale Isolation“ bei Mädchen
- der Verzicht von Frauen auf Gesundheitsfürsorge oder die Tatsache, dass sie die Gesundheitsfürsorge anderer über ihre eigene stellen (81 % der Frauen bringen derartige „Opfer“)
- wirtschaftliche Unsicherheit, von der Frauen stärker betroffen sind als Männer
Wie können wir gesellschaftliche Faktoren angehen, die den Zugang von Frauen zur Gesundheitsversorgung behindern? Welche Rolle können dabei verschiedene öffentliche und private Akteure innerhalb und außerhalb des Gesundheitswesens spielen?
Wie wir Sie bei Ihren Projekten zur Frauengesundheit begleiten
Seit mehr als 20 Jahren hat Alcimed ein tiefes Verständnis für die Probleme, Herausforderungen und Akteure im Bereich der Frauengesundheit entwickelt. Wir haben zahlreiche Marktstudien/Studien über strategische Möglichkeiten und zukunftsorientierte Studien durchgeführt.
Unsere gute Kenntnis der Akteure, ihrer Märkte und ihres Umfelds erlaubt es uns, uns rasch in das jeweilige Thema einzuarbeiten, welches uns unser Kunde anvertraut. So haben wir zum Beispiel folgende Akteure begleitet:
- französische und europäische Institutionen und Forschungszentren
- französische und europäische Einrichtungen des öffentlichen Gesundheitswesens
- europäische und nordamerikanische biopharmazeutische und pharmazeutische Unternehmen, Biotechnologieunternehmen und Berufsverbände
Unsere Projekte umfassen so unterschiedliche Themen wie die Bewertung von Marktchancen im Bereich Frauengesundheit und FemTech, die strategische Unterstützung bei der Positionierung eines neuen Angebots oder dem Eintritt in einen neuen Markt, das Verständnis von Frauenkrankheiten und deren Unterstützungssystemen (Behandlungen und bestehende Pflege, ungedeckter Bedarf usw.), die Optimierung von Patientenpfaden durch die Zusammenarbeit zwischen öffentlichen und privaten Akteuren oder die Unterstützung bei der Erstellung von Anträgen für Forschungs- und Innovationsprojekte.
Sie berichten
„Gute Laune, Enthusiasmus, Professionalität und die Fähigkeit, sich je nach den Erfordernissen des Projekts zu mobilisieren und die Richtung zu ändern.“
Dr. Amaury Martin
Directeur adjoint de l’Institut Curie
Beispiele aktueller Projekte zur Frauengesundheit, die wir für unsere Kunden durchgeführt haben
Sie haben ein Projekt?
Weiterführende Informationen
Alcimed wurde 1993 gegründet und ist ein Beratungsunternehmen für Innovation und die Erschließung neuer Märkte, das sich auf innovative Sektoren spezialisiert hat: Life Sciences (Gesundheitswesen, Biotechnologie, Agrarwirtschaft und Ernährungswirtschaft), Energie, Umwelt, Mobilität, Chemie, Werkstoffe, Kosmetik, Luft- und Raumfahrt und Verteidigung.
Unsere Berufung? Wir begleiten private und öffentliche Entscheidungsträger bei der Erkundung und Entwicklung ihrer unerforschten Gebiete: neue Technologien, neue Angebote, neue geografische Räume, Zukunftsperspektiven und neue Innovationswege.
Unser Team besteht aus 220 hochqualifizierten, multikulturellen und leidenschaftlichen Entdeckern, die in acht Büros weltweit (in Frankreich, Europa, Singapur und den Vereinigten Staaten) tätig sind und eine duale Expertise aus Wissenschaft/Technologie und Wirtschaft mitbringen.
Unser Traum? Ein Team von 1.000 Entdeckern aufzubauen, um gemeinsam mit unseren Kunden die Welt von morgen zu gestalten.
Wir betrachten zwei zentrale Themenbereiche, welche die Gesundheit von Frauen betreffen:
1. Gesundheitsfragen, die speziell Frauen betreffen, zum Beispiel:
- Gynäkologie: Menstruationsbeschwerden (Dysmenorrhoe, prämenstruelles Syndrom, katamnestische Migräne usw.), chronische gynäkologische Erkrankungen – Krebs ausgenommen (PCOS, Endometriose usw.), Pathologien und Infektionen der Genitalien
- reproduktive und perinatale Gesundheit, also Schwangerschaft und Geburt betreffend: Unfruchtbarkeit, Zugang zu Empfängnisverhütung und Schwangerschaftsabbruch, assistierte Fortpflanzung, Schwangerschaft, postpartale Phase
- postreproduktive Gesundheit: Menopause und ihre Auswirkungen auf das soziale, körperliche und geistige Wohlbefinden im Alter (hormonelle Veränderungen, Symptome und Störungen usw.) sowie Veränderungen des Risikos, bestimmte Krankheiten zu entwickeln (siehe Punkt 2)
- frauenspezifische Krebserkrankungen (Gebärmutterhalskrebs, Brustkrebs, Eierstockkrebs usw.)
2. Gesundheitsfragen, die nicht frauenspezifisch sind, aber:
- bei denen die Prävalenz und/oder das Risiko bei der Frau höher ist: Depressionen, Alzheimer, Essstörungen, Übergewicht, Diabetes, Bluthochdruck, Veränderungen der Risiken im Zusammenhang mit den Wechseljahren (Osteoporose, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebserkrankungen)
- die bei Frauen weniger gut behandelt werden: kardiovaskuläre Risiken, allgemeine Therapie von Krebserkrankungen (insbesondere Lungenkrebs), verzögerte Diagnose von Krankheiten wie Autismus usw.
Jüngsten Marktstudien zufolge werden Femtech und der globale Markt für Frauengesundheit im Jahr 2023 zwischen 20 und 77 Milliarden US-Dollar wert sein. In den nächsten Jahren werden bedeutende Entwicklungen und bahnbrechende Innovationen erwartet, was sich durch das wachsende Bewusstsein für frauenspezifische Krankheiten wie Brustkrebs oder Unfruchtbarkeit, aber auch durch die steigende Prävalenz von nicht geschlechtsspezifischen Krankheiten wie Alzheimer oder Depressionen bei Frauen erklären lässt.